September 2010 Archive

Erhöhung von Hartz IV

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So. Nun endlich dieser Blogeintrag, diesmal hoffentlich ohne Fehler:

Na das ist ja toll: vdLeyen will den Regelsatz für Hartz IV Empfänger um 5 Euro erhöhen. Eine ähnlich sinnvolle und wichtige Aktion, wie die Idee zur Umbenennung von Hartz IV. Sinnvoll investiertes Steuergeld, solche Ministerposten.

Viel sinnvoller vor Allem, als die zwanzig Euro, die für Tabak und Alkohol einberechnet werden sollten, soweit ich das in einer TV-Reportage mitbekommen habe. Und die nun gestrichen wurden (ich habe es wie immer bereuht ferngesehen zu haben).

Wie es sich für solche Reportagen gehört wurden auch gleich irgendwelche Leute von der Straße™ interviewt, was sie davon halten. "Ich sehe nicht ein, warum man Tabak und Alkohol braucht!", "Dann sollen sie arbeiten gehen, wenn sie sowas wollen!", waren sinngemäß die Kommentare. Denn zweifelsohne kann jeder Arbeiten, der arbeiten will. Und es darf ja auf keinen Fall sein, dass unsere Steuergelder für so etwas wie das Wohlbefinden von Arbeitslosen verschwendet werden.

Man stelle sich vor, wir geben Hartz IV Empfängern 20 Euro jeden Monat für Alkohol und Zigaretten. Hier steht, es gäbe 2010 6,7 Millionen davon. Das macht also 134 Millionen Euro.

134 Millionen Euro an wertvollen Steuergeldern - und das jeden Monat! In 3 Jahren könnten wir uns davon den Transrapid in München leisten. In nur 6 Jahren hätten wir das Geld auf das wir zugunsten der Energiekonzerne in den nächsten vier Jahren durch Abschmetterung der Brennelementesteuer verzichten damit wieder drin.

Nun, ähnliche Vergleiche las ich schon an mehreren Stellen, auch mit diversen Boni irgendwelcher Manager und Dergleichen. Trotzdem lässt sich natürlich nicht leugnen, dass diese 20 Euro im Monat insgesamt eine ganze Menge an Geld sind - aber eben auch nicht, dass es für den Einzelnen eigentlich ziemlich wenig ist. Ich kaufte mir neulich einen Wäscheständer - etwas elementares - der kostete 10 Euro, und war der Billigste den sie hatten. Billige Mülleimer kosten ähnlich viel.

Nehmen wir mal an ich laufe grade durch die Stadt und sehe eine Bäckerei - weniger als 2,50 zahlt man eigentlich für kein Item das es dort sinnvoll gibt, und manchmal hat man vielleicht Lust darauf. Vielleicht hat man aber auch einfach ein Kind das gerade gerne etwas daraus hätte. Wenn man sich das nur einmal die Woche leistet, hat man bereits im Monat 10 Euro weg.

Nein, 20 Euro sind für den Einzelnen nicht viel. Sie geben dem Einzelnen ein bisschen mehr Spielraum, ein paar Kleinigkeiten mehr zu haben. Bis zu 6,7 Millionen Menschen könnten sich also potenziell ein paar mal mehr eine Kleinigkeit leisten die ihnen ihr Leben, das bei vielen Hartz IV Empfängern augenscheinlich nicht immer nur rosig ist, ein wenig verschönert.

Natürlich muss man auch eine Grenze ziehen, irgendwann. Natürlich sind es immer "nur 20 Euro mehr", bei einem beliebigen Betrag. Es geht mir lediglich darum, welche Diskussion hier letztendlich geführt wird, und auf welche Weise. Die Frage, die man sich stellen muss, ist nicht, ob es gerecht sei gegenüber denen die eine Arbeitsstelle haben, sondern viel mehr, ob wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der man sich solche Kleinigkeiten verdienen muss.

Time for the children

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Thats what I always think when seeing that kind of movies.

Die Würde des Tieres

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In der Taz findet man diese Tage einen netten Artikel zu einer Beurteilung der Stiftung Warentest, die da sagt, die Industrie habe "den Blick für die Würde der Tiere verloren".

Ich frage mich jedoch, welche Würde damit gemeint sein soll. Man faselt an diversen Stellen immer wieder mal von der Würde aller Kreaturen, aber wirklich festgeschrieben ist sie nirgends. Und Unantastbar, oder wenigstens nur dann wenn es sich nicht vermeiden lässt antastbar, auch dem ist nicht so. In Deutschland ist es wenigstens nicht erlaubt, Tieren mehr Leid zuzufügen als notwendig. Doch Notwendigkeit ist ein dehnbarer Begriff.

Wenn man ein paar cent mehr für Zigaretten, Bier und Boulevardzeitung übrig hat, kann man sich diese jedenfalls schnell herbeiargumentieren.

Heute ist es passiert...

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...etwas, was ich immer befürchtet hatte: Ich habe versehentlich einen Blogeintrag veröffentlicht, der noch nicht fertig war. Ich habe ihn inzwischen wieder entfernt, zwischenzeitlich ist er aber bestimmt auf einigen Agregatoren gelandet.

Es sollte ein Rant über die angekündigte Hartz IV Erhöhung werden, allerdings wollte ich eigentlich noch ein paar Tage warten, was sich jetzt so ergibt. Ich hätte ihn wohl trotzdem in der jetzigen Form veröffentlicht gelassen, wenn nicht ein gravierender Rechenfehler darin wäre.

Irgendwelche Zahlen zu recherchieren nervt, vor Allem weil konkrete Zahlen auf den wenigsten Seiten stehen, und dort wo sie stehen normalerweise auch keine Quellenangaben gemacht werden - da kann ein Komma-Fehler in einer unkonzentrierten Minute durchaus mal auftreten.

Sei es drum, vielleicht mach ich ihn in den nächsten Tagen fertig, jetzt kommt dann jedenfalls erstmal was anderes.

Oh, btw: Falls das hier jemand liest, der weiß, wie man Movable Type dazu bringt, Entwürfe umzusortieren, der möge mir das bitte sagen (dann wäre mir das möglicherweise nicht passiert).

Political Abstraction

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"Leave that to the experts."

A quote you might have heard in that or a similar way. Especially "pragmatists" tend to do this. If there is some solution to find, and some parties are arguing about which solution is best, this is the easiest way ridding oneself of the responsibility for the consequences, and making all the responsibles look stupid.

"If it wasnt useful they wouldnt do it."

If the "experts'" reaction to a problem is criticized, thats what you will likely hear by about the same persons. There are "experts" for everything, and if somebody is an "expert" respected by a lot of politicians, he is right, by definition, and nobody may criticize that.

"If something went wrong, the responsible person will be sentenced."

We assigned an expert. We defended the expert from criticism. The expert wasnt right, now somebody has to pay for it. Not you, who assigned and defended that expert, of course. Either the expert itself, somebody who can be made responsible for assigning him more directly, or all the people have to pay because nobody could see this coming.


Kraftwerksnetzanschlussverordnung

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Wie die meisten seiner Einträge hat mich dieser Eintrag auf Fefe's Blog sehr in Erstaunen versetzt. Er verlinkt auf den SWR-Artikel "Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert"

60 Atomkraftwerke könnte demnach Norwegen ersetzen durch Wasserkraft, der Strom wäre angeblich ein Drittel billiger, dazu bräuchte man Kabel von Norwegen nach Deutschland, ein solches wird zwar geplant, aber fällt nicht unter die Kraftwerksnetzanschlussverordnung und würde somit abgewürgt wenn Kraftwerke zu viel Strom erzeugen.

Das klingt alles ziemlich plausibel. Trotzdem stellen sich mir einige Fragen:

Zum Einen klingen 60 Atomkraftwerke nach relativ viel. Und wieso kann gerade Norwegen das so gut, was ist an Norwegen anders als an z.B. Schweden?

Dann frage ich mich, wieso kann man an so ein Kabel - als Workaround - nicht ein lokales Pumpspeicherkraftwerk bauen, das den Strom so lange speichert? Und wieso ausgerechnet nach Deutschland, kann man das nicht auch nach Dänemark verlegen? Könnte man es von dort aus dann nicht sinnvoll verteilen? (Ich bin mir sicher die Dänen würden sich freuen Knotenpunkt bei sowas Wichtigem zu sein, sollte ja auch denen ein wenig Geld bringen.)

Und dann bleibt natürlich die Frage, wie der Minister seine Blockadehaltung rechtfertigt. Und vor Allem, wieso diese Information sich nicht weiter verbreitet? Und vor Allem, wieso in zwei Legislaturperioden Rot-Grün niemand daran gedacht hat, das Gesetz zu ändern.

Fragen über Fragen. Wenn ich gerade Zeit hätte, würde ich dem vielleicht nachgehen. Für den Moment warte ich einfach die Entwicklung ab. Ich bin mir sicher, die nächste Regierung aus dem linken Spektrum kommt bestimmt, und wird sich vermutlich dieser Probleme annehmen. So lange kann es auch noch warten.
Most modern browsers have an option for "private browsing". A nice feature, and its no secret that it has mainly been introduced for watching pr0n, though I am also using it for online-banking and if I have to use websites like ebay or msn, on which a lot of unwanted cookies are needed.

Well, this functionality mainly has the purpose of increasing the privacy. Since private data evolved to some sort of currency on the internet, there also evolved an arms race between customers and companies about it.

With people not willing to accept that they also have to use software outside their browsers, new "Web Technologies" evolved, which allow to get information about the websites users visited, about their interests, and so on.

I remember some hack that allowed to determine whether a link was already visited, similar to http://didyouwatchporn.com/, but without javascript, i.e. even with NoScript enabled. Unfortunately, I lost the link.

Then there is https://panopticlick.eff.org/, which creates a "browser fingerprint", which can be quite unique, especially when you care about privacy and therefore configure your browser. Using this technique, with a proper database-backend one can supplement a lot of functionality of cookies.

And then today I read about Evercookie (via), which tries to combine all of the "technologies" evolved (plus some additional ones) to really create persistent data. It even seems to use the browser cache for that purpose, caching images.

Well, it is an arms race. I am pretty sure, since this is open source, companies will start to use it - maybe not the same code, but it shouldnt cost too much to rebuild it. In my opinion, the most important thing would be to enlighten the users.

Then, the question is, what can be done on the technical side.

How about some sort of "cookie chroot"? Having more than one private mode at once. Having them persistent. But taking care that links outside that webinterface are opened in another "chroot".

Clearly, this is hard to implement, and the companies will find their way to deal with it, making it harder to rewrite external links - but at least it would be a start.

Na so ein Zufall ...

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Noch heute sagte ich in einem Gespräch "ich wette, der Amoklauf in Lörrach hat auch wieder irgendwas mit Schützenvereinen zu tun". Und tatsächlich, gerade lese ich dass die Amokläuferin tatsächlich Mitglied eines solchen war.

Jetzt aber schnell irgendwas hinterherschieben, was die Frau mit Killerspielen in Verbindung bringt. Sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen, Schützenvereine verbieten zu wollen, denn im Gegensatz zu Killerspielen wird dort wirklich geschossen, und die Leute bekommen wirklich Waffen dort her.

Vierte Vornamen sind wichtig!

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Leute, gebt eueren Kindern alle mindestens vier Vornamen. Vierte Vornamen sind wichtig! Ohne vierte Vornamen könnte man Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacop Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg und Karl Theodor Maria Georg Achaz Eberhardt Josef Freiherr von und zu Guttenberg leichter verwechseln.

Förderung des freien Wissens

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> Wikimedia Deutschland sucht Ideen zur Förderung des freien Wissens

Kostenloser Vorschlag meinerseits: Weniger löschen.

I still prefer Common Lisp

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Its bloated, its old, it has only few common modern extensions, it can run code from the 1960s. Things that can be said about Common Lisp. I already heard people recommend to "forget about Common Lisp" and use one of the shiny (new) other lisp dialects.

Still, I prefer Common Lisp to others.

Well, firstly of course, the mighty object system, the CLOS, is one reason for me to do. Few other languages have an object system so versatile and still so easy to deal with, and so well-optimized. I saw QT implementing its own C++-Preprocessor to have proper signal-passing-mechanisms, and the GLib doing similar things programmatically. Well, CL has it.

And one reason why I prefer it especially to Clojure: It encourages functional programming, but does not try to enforce it. Sometimes, a statefull loop is the easiest way to express something. Purely functional programming is - in my opinion - useful when I want to have formally verified code using strong type-systems, because thats something I am willing to put more effort into. And of course, good functional code can look pretty. But I dont share the ideology of everything having to be functional without any further use.

Well, with purely functional programming, there is a major lack of Common Lisp: When really programming purely functional, lazy evaluation is something desirable (its also desirable in other situations). There are some projects trying to implement lazy evaluation, but of course thats extremely hard without having to re-implement half of the language. Maybe that one will stay a lack of CL. But maybe not. At least lazy lists are not a real problem.

Something similar to this problem are continuations which also appear to be hard to implement - but there is a library, called cl-cont, which has some minor limitations but works.

For a larger community, the main problem of Common Lisp, I think, is the lack of libraries. With the many new "standards" that evolve every day, with the many new programming libraries doing magic that is not portable, it is hard to stay up to date. The IT-World changes every day, so software that isnt maintained will soon be deprecated.

And here is the one major advantage of Common Lisp: It is a stable standard. This is sometimes criticized, but in my opinion, thats a major advantage. Common Lisp offers a lot of high-level and low-level-features, there is one CL for almost every platform, and still its a standard that has been stable for a long time and is not likely to change.

But even though the ANSI-Standard hasnt changed, there are a few extensions that are de-facto-standards which are supported by vitally every implementation. For example gray-streams, the metaobject protocol and the common foreign function interface. And there are some portable libraries for threads, weak references, file access and sockets.

Any of these extensions defines as much as necessary, but not more. Most features that one may want can be implemented by the mighty macro system. Just today, I read about a new project "SPARK" on reddit - well, some nice ideas, and I hope that this project will achieve its aims (but to be honest, I doubt it). One idea mentioned is special syntax for regular expressions - something that can also be done comparably easy in Common Lisp, using reader macros.

Maybe also a major problem of Common Lisp: You can do almost everything. Therefore, there is no need for extending the standard, which is why some API-designs appear very old-fashioned.

But I prefer stable old-fashioned but sufficient API to API that constantly changes.

lolbash

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Man hört und liest momentan ja ziemlich viel von Thilo Sarrazins Buch. Letztens sah ich es nun in einem Bücherregal in einer Buchhandlung. Ich kaufe meine Bücher normalerweise bei Amazon, dementsprechend bin ich selten in Buchhandlungen.

Das Buch interessiert mich eigentlich nicht im Geringsten, was man so hört ist es ein Trollwerk, aber ich kann es nicht beurteilen, denn ich habe es nicht gelesen und ich habe auch nicht vor es zu lesen. Angeblich macht er Aussagen über genetische Vererbung von Eigenschaften, und macht einige sehr kontroverse Aussagen, die man eher vorsichtig machen sollte.

"Das wird man doch wohl noch sagen dürfen", so unterstützt die Bildzeitung einige Aussagen von ihm. Und wie es scheint sind die Bildleser ganz Hin und Weg, und würden eine Partei die er gründet sofort wählen. An anderer Stelle wird er für seine Aussagen heftig kritisiert.

Ich vermute, dass trotzdem kaum Einer sein Buch gelesen hat. Ich sehe da zum Einen Leute die vermutlich kaum die Bild-Zeitung lesen können, geschweigedenn ein Buch das vermutlich in Hochsprache geschrieben ist, und Leute die auf den SPD- und Politiker-Bashing-Zug aufspringen wollen weil sie sich damit besser vorkommen.

Und ich? Ich bemühe mich diese Vorkommnisse zu ignorieren. So ganz gelingt es bei diesem Medienrummel nun aber doch nicht. Und ich finde es durchaus erschreckend, wie leicht es anscheinend ist, einen Mob von Leuten hinter sich zu vereinen.

Angeblich soll es um "Intelligenzgene" gegangen sein - ich kann es wie gesagt nicht sagen, ich hab das Buch nicht gelesen, aber zumindest die Öffentlichkeit hat teils darüber diskutiert, unabhängig davon. Nach meinem aktuellen Wissensstand, der nun aber auch schon ein paar Jahre alt ist, ist die Obergrenze der Erblichkeit von Intelligenz mal auf 30% festgelegt worden - das heißt mindestens 70% sind Erziehung (woher auch immer diese Zahlen kommen mögen), und 30% war nur eine Obergrenze, das heißt man konnte nicht zeigen dass es weniger sind. Das heißt, mit guter Erziehung kann man einiges an genetischen Defiziten ausgleichen - aber auch einiges vermurksen.

Und dieses Vermurksen ist, wie ich meine, das, was eigentlich das Hauptproblem darstellt: Die Verdummung der Bevölkerung. Vielleicht wäre das, was wir brauchen, ein radikaleres Bildungssystem, das als klares Ziel hat die Intelligenz der Bevölkerung zu maximieren.

Denn zumindest für mich ist klar: Das Letzte was wir brauchen sind mehr "Arbeiter" und "Praktiker", was wirklich mal notwendig wäre, wären mehr Leute, die Dinge die sie sagen möglichst weit durchdenken, anstatt bei jedem längeren Gedankengang der keine offensichtlichen Fehler hat sofort ihre Fresse aufzureißen, und zu versuchen, diesen in ein Gesetz zu gießen. Damit würden dann vielleicht wirklich Probleme gelöst.

Opendedup released for Windows

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Just read that Opendedup is now released for Windows, using Dokan. Well, I never tried it, and I would be more glad if they finally ported FUSE to Windows and maybe create a port of ZFS-Fuse for it. Or if they finally bring deduplication to btrfs.

But well, at least its something to do experiments with, as soon as I find the time I will look how well it performs for me (not running a server, just doing backups that may have redundant files).
Just erhielt ich einen Kommentar auf meinem alten Blog. Ich habe einen offensichtlich ironischen Artikel dazu geschrieben, warum man Atomkraft nicht abschaffen sollte. Ein Kommentator war ziemlich dumm und hat das nicht verstanden, ein anderer war weniger dumm hat es aber offenbar auch nicht verstanden, das nahm ein Atomkraftbefürworter zum Anlass, sich negativ über Atomkraftgegner auszulassen.

Nun, ich bin ein Atomkraftgegner, zumindest momentan. Und ich behaupte zwar nicht, dass ich besonders schlau wäre, aber auf dem Niveau des besagten Kommentators will ich mich nicht befinden.

Jetzt könnte also ein Zweifler die Existenz von Atomkraftgegnern mit denen man nicht verglichen werden will also als Anlass nehmen, für Atomkraft zu sein. Nun, es gibt durchaus auch Atomkraft-Befürworter, mit denen ich nicht verglichen werden will. Diese sind für mich aber kein Argument gegen Atomkraft.

Das Problem ist ein Generelleres: Die Atomkraft-Gegenbewegung ist nach wie vor eigentlich eine kleine, alternative Bewegung, die sich gegen das Establishment stellt. Sie bekam durch Tschernobyl ein wenig Aufwind, hier war eine Angst in der Bevölkerung gegeben, aber das ist jetzt mehr als zwei Jahrzehnte her - auch die Gegner von Ölbohrinseln bekamen aktuell Aufwind, auch das wird sich schnell wieder legen.

Es handelt sich hier jedenfalls um Überzeugungen von Minderheiten, die sich gegen das Establishment stellen. Überzeugungen, für die man nicht viel Verstand braucht, um für sie einzutreten, da das Ziel einfach ist und im Grunde jedem plausibel gemacht werden kann.

Sucht nun ein weniger verständiger Mensch nach einer Erfüllung seines Lebens, die ihm Anerkennung in irgendeiner Form bringt, so ist es nur plausibel, dass er sich, wenn er auf sie trifft, auf eine solche Gruppe einlässt. Sie richtet sich gegen das Establishment - man hat viele Feinde. Sie ist eine Minderheit - man muss sich innerhalb der Gruppe nur gegen Wenige behaupten, erreicht also einfacher einen hohen Status, und kann sich gleichzeitig dem Rest der Bevölkerung überlegen fühlen.

Ich vermute zwar, dass es bei Anhängern etablierter Meinungen genausoviele Menschen dieser Sorte gibt, aber sie kommen eben nicht so oft zu Wort.

Ich halte es jedenfalls für gefährlich, Ansichten nach deren Anhängern zu beurteilen. Ich rede bewusst von Ansichten - nicht von Parteien oder Vereinen. Vielleicht ist es bei Themen wie Atomkraft nicht gefährlich, denn selbst wenn es ein Reaktorunglück geben sollte, wäre das nicht das Ende unserer Gesellschaft (nur der qualvolle Tod eines beträchtlichen Teils davon und die Steigerung des Risikos diverser Krankheiten). Aber beim Rechtsextremismus sehe ich zum Beispiel die Gefahr: Er wird oft deshalb verurteilt, weil die Menschen die ihm angehören oft in der Öffentlichkeit ein ziemlich assoziales Bild abgeben. Diese Art der Argumentation ist aber nicht nachhaltig.

Selbst nachdenken ist das Wichtige.

Ich verzichte bewusst auf eine Auseinandersetzung mit dem Thema Atomkraft. Es geht hier um etwas viel Grundsätzlicheres.
There are quite some people who use Miranda IM under Linux, using Wine. I wonder why there is no Linux-Version of Miranda IM yet.

There are games targetting Wine as platform, actually, I was also considering this for Uxul World.

And I am currently running Sumatra PDF on Wine. Xpdf is a nice little PDF Viewer, but it simply lacks of some features I like to have. Kpdf is KDE-Software, and besides being bloated like most KDE software, I use GNOME. Evince is nice, but has some problems rendering, somehow opens the sound-devices, and creates a lot of I/O.

Sumatra PDF was a very nice PDF Reader under Windows, so I was trying it on Wine. Some software gets a lot slower under Wine, well, Sumatra PDF doesnt. It takes a bit longer to start but beats Kpdf and Evince. I dont know how to get printing work from Wine, but for printing I can still use Evince, mostly I dont print PDFs. For now I am satisfied with it, of course, there may be flaws I didnt see so far - so far it looks good.

To use it from the shell I put

sumatrapdf () {
echo $1;
env WINEPREFIX="/home/user/.wine" \
 wine C:\\windows\\command\\start.exe /Unix \
 /home/user/.wine/dosdevices/c:/users/Public/Start\ Menu/Programs/SumatraPDF.lnk $(readlink -f $1)
}

in my .bashrc

Wine used to be seen as a hack of linuxers trying to get windows-software work. I think it became a mature and well-respected piece of software. Meanwhile, even some Game-Developers allow installing their games on Wine.

Of course, some also port their software to Linux. But to me, that is not really good - Linux may  be free, but with "Windows, Mac and Linux" we have three operating systems to be supported - not more. Maybe, a good alternative would be to encourage software developers that normally target Windows to also target Wine. Wine runs on BSD, Solaris, even OS X.

A problem with Wine is that it still contains a lot of hacks. Maybe there should be an official list of things that are stable in Wine and equivalent to those things in Windows. Maybe there should be at some places alternatives to the Win-Api for the parts that are not stable yet. Alternatives that can easily be used, maybe also be used in Windows with a small abstraction layer.

Maybe then, Wine could become something like an alternative to, say, Java or .NET, for writing portable, pre-compiled applications.

Would this harm Linux? In the end, it would be encouraging people to write Software for Windows in a manner that it also can be run on other systems. It would increase the compatibility of Linux, and enlarge the set of software running on Linux. Hence, the main argument for Windows, the much software running on it, would be weakened.

Linux tries to be POSIX-Compliant, POSIX is a standard that was made to provide compatibility and make it easier to write portable code (besides other reasons). I dont see any reason why Linux shouldnt also try to be compliant with the WinAPI - at least for the end-user, this is the far more wide-spread standard.

So actually, the compatibility and adaptability of Linux is a major strength - it would not harm Linux in any way, I think.

News zu Squirrelmail

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Was les ich denn da auf der Squirrelmail-Webseite:

It seems that one Wikipedia user thinks that SquirrelMail is not considered notable enough to retain its own Wikipedia page.

Die englische Wikipedia hat jetzt also auch das Problem. Nunja, ich finde das irgendwie lustig.
Was für ein netter Artikel in der Zeit. für den ich da zwanzig Minuten meiner begrenzten Lebenszeit versch sinnvoll investiert habe

Ein Artikel der sich mit einem einigermaßen aktuellen Thema zu beschäftigen versucht, der Beziehung zwischen Atheismus und Theismus. Schon das Vorwort verspricht großartiges. Am Vorwurf, Atheisten sei nichts heilig wäre etwas Wahres, und trotzdem alles falsch.

Es folgt eine lange Aufzählung von Zitaten, wobei es scheint dass zu jeder getroffenen Aussage auf einer vorderen Seite eine gegensätzliche Aussage auf einer hinteren Seite des Artikels folgt, und jede getroffene Aussage mindestens einen Absatz später relativiert wird.

Dies kann zur Ablehnung des Artikels bei manch einem Leser führen, nicht umsonst, denn hier wird eine Bindung gelöst, die sehr wichtig ist, die Bindung zum Sinn. Wenn mit dem Artikel die Bindung zum Sinn gebrochen wird, stellt sich die Frage, was das bedeutet: Das Ende des Sinns?

Welchen Sinn solche Artikel haben, interessiert noch aus weiteren Gründen. Immerhin dürften drei Viertel der deutschen Bevölkerung solche Artikel regelmäßig lesen, und da wäre es einigermaßen beunruhigend, wenn sie eine Ersatzmeinung annehmen würden, etwa dem, dass Argumente die sich nicht gegenseitig widersprechen einem Text mehr Sinn gäben.

Die Frage nach dem Sinn und Unsinn ist auch deswegen wichtig, weil sie das Verhältnis zwischen Journalisten und Nichtjournalisten betrifft. Allein schon um des Erhaltes der alten Medien, der Stammtischphilosophenkultur und der Kultur der labernden Sozialkundelehrer Willen muss der Graben zwischen beiden Gruppen ausgelotet werden.

Ein Journalist sieht im Sinn teilweise das Problem eines Textes, denn der Sinn würde den Text angreifbar machen, während ein Text ohne Sinn aber mit vielen Zitaten von anerkannten Persönlichkeiten kaum angreifbar ist, oder wie es Leibniz ausdrückte "das Nichts ist einfacher und leichter als ein Etwas".

Man stelle sich vor, man stehe auf einer Autobahn im Stau und lese Zeitung, und liest einen Artikel, und sucht dessen Sinn. Plötzlich merkt man, dass auf die aktuell gelesene Seite eine neue Seite folgt, in der der Sinn folgen könnte. Und auf diese nächste Seite könnte wieder eine Seite folgen, die erst den Sinn beinhaltet. Und das immer so weiter. Jetzt stelle man sich - Gott bewahre - einen unendlichseitigen Artikel vor. Jede Seite verweist für den Sinn auf die nächste, bis ins Unendliche, doch keine ist wirklich der Träger des Sinns.

Das Problem solcher Argumente ist, dass sie regelmäßig scheitern. Deshalb lehnen viele moderne Journalisten rationale Gedankengänge inzwischen ab. Wolle man sinnvolle Artikel produzieren, dann hätte die Ausübung des Journalismus irgendwelche Voraussetzungen - aber dann könnten die wichtigsten Zeitungen kaum noch existieren.

Wenn jemand einen Sinn verbreiten will, muss er idealistisch sein. Wenige Journalisten erwecken diesen Eindruck. Etwa die freien Journalisten, die nebenher auch Bloggen. Die meisten Journalisten von Heute indes sehen keinen Sinn darin.
Ich habe schon mal dazu etwas geschrieben, aber ich kann mich nur wiederholen: Es gibt zwar die allgemeine Tendenz, dass Computer "einfacher" werden sollen, doch es gibt gewisse Dinge, die man nicht vereinfachen kann, und die jeder Nutzer eines Computers, insb. wenn dieser Zugang zum Internet hat, wissen sollte. Es herrscht nämlich wenn ich das so richtig sehe ein ziemlich verzerrtes Bild von dem, was das Internet ist, und was Computer eigentlich machen.

Das Internet besteht nur aus vernetzten Computern

Es scheint so zu sein als würden die Leute nicht verstehen, dass das, was da in ihren Computer heruntergeladen wird, nicht magisch aus irgendeinem zentralen Turm kommt in dem das ganze Internet gespeichert ist, sondern von einem Computer, der ihrem PC garnicht so unähnlich ist, stammt, und bis die Daten die er sendet zu ihnen kommen diese in der Regel erst über viele andere Computer geroutet werden. Und dass sie in der Regel selbst mit ihrem PC genauso einen Server betreiben könnten, nur dass der technisch nicht darauf optimiert ist.

Ich finde, das wäre mal eine zentrale Erkenntnis für viele. Nichts ist magisch, es ist keine Parallelwelt in diesem Sinne. Es sind Computer die vernetzt sind und miteinander reden.

Die meiste Software hat Fehler

Und zwar unabhängig vom Hersteller. Erst letztens traf ich wieder einen Geschäftsmann der einen alten Windows 98 Rechner hatte mit entsprechend altem Internet Explorer, und meinte "der geht doch noch, und mir ist er gut genug". Manch Einer neigt sogar offenbar zu der Meinung, der Grund für Software-Upgrades wäre der Wille der Unternehmen, immer wieder neue Produkte zu verkaufen.

Fakt ist, Software ist von Menschen geschrieben, und es gibt Konzepte, aber keine sichere Garantie vor Fehlern. Wann immer ein Fehler auftritt versucht man diesen schnell auszubessern, und gibt ein Upgrade heraus. Fehler passieren auch bei anderen, "realen" Waren immer wieder, aber die Herstellung von Software hat eben ihre eigene Komplexität die Fehler ziemlich gut begünstigt und die Testbarkeit ziemlich stark einschränkt.

Grundkenntnisse zur Verschlüsselung

Man kann von niemandem verlangen, die theoretischen Grundlagen von modernen Verschlüsselungsverfahren zu kennen. Ich denke aber, eine gewisse abstrakte Grundkenntnis ist zum Einen für jeden verständlich vermittelbar, zum Anderen Voraussetzung für wirkliche Sicherheit. Sicherheit und Benutzbarkeit sind gegensätzliche Ziele. Man muss die Balance finden. Und die kann man nur finden wenn der Benutzer auch einsieht warum er auf einfache Benutzbarkeit verzichtet.

Man sollte also wissen was es mit Pre-Shared Keys auf sich hat, mit Checksummen und sicherer Authentifizierung, mit Man-in-the-middle-Attacken. Das kann man schön an Diagrammen verdeutlichen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass bereits das für einige Leute schwer zu verstehen ist, aber das sind Dinge die man einfach wissen muss, um zu verstehen, warum der böse Browser einem nun den Zugriff auf das Online-Banking verweigern will.

Conclusio: Nichts ist umsonst

Ich denke, wenn sich bereits diese wenigen Dinge verbreiten würden, gäbe es einige Missverständnisse nicht, und die moderne Netztechnologie würde wirklich allen Leuten nützen. Aber nichts ist umsonst - bevor man es nutzen kann sind solide Grundkenntnisse einfach notwendig.
I was just upgrading my server, as posted. Most things were quite easy. Except for the upgrade of postgresql.

Debian Lenny uses postgresql-8.3, squeeze doesnt support that version anymore and wants postgresql-8.4 - there is nothing wrong with this, and the installer kindly reminded me to convert the postgres-cluster as soon as possible and uninstall postgresql-8.3.

Unfortunately, the dist-upgrade uninstalled postgresql-8.3, and I couldnt reinstall it anymore because of dependency flaws. After some trials of putting the whole cluster to another server and trying to read it out there, etc., I decided to rollback to lenny (my backup) and try something else.

Fortunately, in lenny-backports, there is a version of posgresql-8.4, which I used. Then I could upgrade the cluster as mentioned here using pg_upgradecluster (of course with the appropriate versions 8.3 and 8.4). Then I uninstalled postgresql-8.3 - anything worked. And then I did the dist-upgrade again.

Anything worked fine.

There may be other ways to do this, but I expect this to be the easiest way of upgrading. Actually, I dont like databases anyway. I use sqlite whereever possible. For large websites a good database may be the better choice, but for my little vps - an SQLite Database is just a file that you can simply copy.
(English Text Below)

Nun endlich ist das Serverupgrade (hoffentlich) beendet. Dieses Blog ist ab jetzt erreichbar unter

blog.uxul.de

Die alte Adresse sollte weiterhin funktionieren, aber auf die Dauer will ich blog.uxul.de für alles benutzen, Feed-URL und Bookmarks zu ändern ist also wohl eine gute Idee.

Sollte irgendjemandem irgendetwas nicht (mehr) funktionierendes auffallen, so wäre es sehr freundlich wenn dieser Jemand mir dies mitteilen würde - kann immer mal passieren.

(Deutscher Text Oben)

So, finally, the server-upgrade is (hopefully) over. From now on, this blog can be found under

blog.uxul.de

The old addresses are still working, but in the future I will focus on blog.uxul.de, hence, it is a good idea to change feed-url's and bookmarks.

If somebody notices something that doesnt work (anymore) after the upgrade, it would be kind to tell me.

Serverupgrade

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Please dont be confused about some temporary layout changes and downtimes of the site. I am currently upgrading the server.

Bitte nicht über eventuelle temporäre Layoutänderungen und Downtimes wundern. Ich upgrade gerade den Server.
Der Brunner-Prozess in München ist grade rum, schon gibt es in Rostock eine neue brutale Attacke.

Nach dem Artikel in der SZ blieb der "Abschreckungseffekt" aus. Klarer Fall. Die Täter in Rostock haben nur das Urteil in München abgewartet. Und da das Urteil so mild war haben sie sich gedacht, jetzt könnten sie genau dasselbe auch mal tun. Es gibt ja nur zehn Jahre darauf. Das haben sie bestimmt genau kalkuliert, und ihre Tat war ganz sicher gut durchdacht.

Was sind schon zehn Jahre, vor Allem aus der Sicht eines Vierzehn- und Sechzehnjährigen. Eine viel zu geringe Strafe, oder wie der Kommentator auf dem Focus-Artikel es ausdrückt, "Traurig was ein Menschenleben in Deutschland wert ist, ich würde Lebenslänglich fordern!".

Genau, 25 Jahre. Wenn die Leute dann wieder rauskämen wären sie 40. Da man sie dann, nachdem sie mehr als die Hälfte ihres Lebens im Gefängnis verbracht haben, garnicht mehr freilassen braucht, haben wir ja jetzt die lebenslange Sicherungsverwahrung.

Das ist natürlich viel besser als die Todesstrafe, immerhin ist Leben ja so viel wert.

firefox-pgo

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Firefox consumes a lot of memory and produces a lot of disk activity, and is not very responsive, compared to for example Epiphany and Chrome. Though most other browsers lack of some feature that Firefox has and that I use.

Under Arch Linux there is a package called firefox-pgo. It compiles firefox with PGO. Actually, I was only interested in how this package performs. It took quite long (3 hours) to build (but I have to admit that I was running a virtual machine besides it which also currently upgraded, so probably without it it would have been a lot faster).

Anyway, the Firefox compiled this way is really much faster and much more responsive, especially when it comes to complex ajax-stuff. The three hours of compiling were definitely worth it - since I will always find a few hours when I can just let my computer run compilation without having to do anything on it.

Innovationen auf der IFA ...

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Die Innovation des Jahres: Videosignale übertragen per W-Lan. Sowas Grandioses. Eine Innovation auf die die Welt gewartet hat.

Und mit X11, VNC, NX, RDP, RTSP und Dergleichen ist der Markt natürlich noch nicht voll genug mit Alternativen. Sodass man davon natürlich unbedingt berichten muss.
Gerne schreibt man den exzessiven Internetnutzern zu, sie seien realitätsfern, sie seien "Kellerkinder", sie hätten kein Leben, keine sozialen Kontakte, und sollten von den Realos lernen.

Aus diesem Grund drängt sich mir bisweilen der Eindruck auf, dass Politiker aller Lager, vor Allem natürlich die älteren und konservativeren Exemplare, die Netzkultur immer als etwas nicht ganz ernstzunehmendes ansehen, als eine Kultur von Leuten, die erst erwachsen werden müssen.

So ganz falsch mag dieser Eindruck nicht grundsätzlich sein. Doch es gibt durchaus ein paar Dinge, mit denen die Netzkultur gelernt hat, umzugehen. Dinge, mit denen Politiker anscheinend noch nicht umgehen können. Hier könnten und sollten sie lernen.

Den meisten Leuten, die das Internet schon etwas länger für etwas mehr als Facebook und E-Mails benutzen, dürfte der Streisand-Effekt ein Begriff sein, oder zumindest die Tatsache bekannt sein, die er aussagt - versucht man irgendetwas zu vertuschen, erregt es Aufmerksamkeit und sorgt dafür dass die Information sich noch viel schneller verbreitet.

Weiterhin sehr bekannt ist der Begriff des Trolls. Leute, die provozieren, um Aufmerksamkeit zu erlangen oder Verwirrung zu stiften.

Trolle gibt es auch im richtigen Leben. Fundamentalistische Organisationen und radikale Parteien verhalten sich zum Beispiel gerne so. Aber Trolle sind nicht immer nur schlecht, beispielsweise nutzen auch gewisse Umwelt- und Tierschutzorganisationen die Technik des Trollens hin und wieder erfolgreich. Ein gutes Trolling ist besser als jedes noch so gute Argument.

Auf das Thema gekommen bin ich aber vor Allem durch den Taz-Artikel "Schieß den Muezzin". Die FPÖ hat ein Spiel veröffentlicht, in dem man Muezzine mit einem Stopschild "verschwinden" lässt. Ich habe das Spiel selber nicht gesehen, es interessiert mich auch nicht wirklich, und ich kann gut damit leben, es nicht gespielt zu haben. Ich hätte kein Problem die Existenz dieses Spiels komplett zu ignorieren.

Die Öffentlichkeit offenbar nicht. Es steht in der Taz. Ich vermute, es steht auch in einigen anderen Zeitungen. Politiker und sonstige wichtige Personen sind empört. Anzeigen laufen, Staatsanwaltschaften ermitteln. Pure Aufmerksamkeit, typisch wenn jemand erfolgreich trollt.

Es gibt bekanntlich keine schlechte Werbung, es gibt nur Werbung. Das beste Verhalten wäre es also gewesen, das Spiel zu ignorieren, solange es sich nicht von selbst verbreitet. Wenn es Bekanntheit erlangt hat, kann man immernoch zu einer Anzeige greifen. Wenn es sich nicht verbreitet erreicht man mit Ermittlungen eher dass die Bekanntheit sich erhöht.

Generell wäre es eine gute Sache, wenn man Trollings öfter mal ignorieren würde. Sie nicht zu ignorieren bringt nichts, außer einen Haufen sinnfreier Diskussionen.
There are a lot of Tutorials telling you how to achieve a dual boot system consisting of a fully TrueCrypt-ed Windows and a fully LUKS-ed Linux. Some tell to modify the Windows Bootloader, some tell to save the TrueCrypt-Bootloader and chainload it via GRUB.

None of them worked for me.

So here is how I achieved an acceptable state so far:
There are four partitions /dev/sda1 through /dev/sda4, Windows 7 installed on /dev/sda1 and /dev/sda2 (it always creates two partitions, whyever). Additionally, in Arch Linux, I have /dev/sda3 mounted on /boot, unencrypted, and an encrypted LVM under /dev/sda4.

After having this setup (in which Arch Linux is already encrypted, because this doesnt make any problems), I encrypted my Windows Partition using TrueCrypt System Encryption, choosing "Single Boot" (!!!). Then I ran a livecd, installed GRUB on /dev/sda3, and set the boot-flags true on both (!!!) /dev/sda1 and /dev/sda3 (cfdisk complains about it, but does it anyway).

The default TrueCrypt-PBA-Screen now appears at boot time, and I can login to Windows with it. But if I press Escape, then it shows me a list with two entries - the two partitions which have a Boot-Flag. And I can choose the one with GRUB installed (which is the second one for me).

However, somehow it doesnt read my menu.lst by now, so I have to input that manually into the GRUB-Shell - I think that is related to GRUB itself and not to the special configuration I used here.

Belangloses zu Apple

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Schaut euch mal diesen belanglosen Artikel auf der TAZ an. Kurz gesagt: Apple aktualisiert ein paar seiner SchundLuxusprodukte, kann sich mit der Content-Industrie nicht einigen weshalb Apple-TV anscheinend teuerer und weniger flexibel wird als vergleichbare Dienste was Apple-Jünger aber normalerweise nicht stört und sie wollen ein soziales Netzwerk erzeugen.

Interessant an dem Artikel ist das Foto von Steve Jobs.

Neusprech

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Neusprech ist ein Begriff aus dem Buch 1984 von George Orwell, das ich zugegebenermaßen bisher nicht gelesen habe. Soweit ich aber die Beschreibungen gelesen habe, scheint es dabei um die gezielte Umdefinition von Wörtern zu gehen.

Der Begriff kam mir jedenfalls sofort in den Sinn, als ich diesen Artikel auf dem Law Blog las.
Jörg Ziercke, der Präsident des Bundeskriminalamtes, gab in einem dort verlinkten Interview von sich "Etwas vom Gesetzgeber Verbotenes dem öffentlichen Zugriff zu entziehen, kann keine Zensur sein.".

Ich frage mich, was ist Zensur dann? Handelt es sich um nichts Verbotenes, wird es ziemlich schwer werden, es dem öffentlichen Zugriff zu entziehen. Ist die Maßnahme gesetzlich angeordnet, so handelt es sich bereits um etwas Verbotenes.

Diese Seite meint, man müsse zwei Arten von Zensur, die Vorzensur und die Nachzensur, unterscheiden. Vom Grundgesetz wird nur Erstgenanntes verboten, gleiches meint Wissen.de.

Dieser Definition entsprechend handelt es sich bei Netzsperren also anscheinend wirklich nicht um Zensur. In meinen Augen eine seltsame Gesetzgebung. Darf damit dann jedes Buch nachträglich verboten werden? Und wenn ja, inwiefern ist das moralisch besser als die Bücherverbrennungen in Mittelalter und Neuzeit? Ein verbotenes Buch darf nicht verbreitet werden - ob man es nun öffentlich auf einem Scheiterhaufen verbrennt, oder nach einer Beschlagnahmung durch den Gesetzgeber vernichtet.

Wir haben vielleicht gesetzliche Rahmen die solche Nachzensuren einschränken, aber gesetzliche Rahmen lassen sich auch sprengen. Die Gegner der Netzsperren haben auch primär diese Angst - ist die Infrastruktur erstmal da, kann sie missbraucht werden. Und noch viel schlimmer, die Ausweitung einer solchen Maßnahme wird zu einem Gewöhnungseffekt führen, denn viele Probleme lassen sich durch Nachzensur erheblich einfacher lösen als durch Alternativen.